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NTT Aktuell April 2005 -
2. Ausgabe


Editor:
Dr. Hansjörg Biener (Hansjoerg.Biener@asamnet.de)
Neulichtenhofstr. 7, D-90461 Nürnberg


Hobbykontakt

10. Treffen der Hörer von KBS World Radio - Radio Korea International
am Samstag, den 28. Mai 2005 beim Deutsch - Koreanischen Freundeskreis in Mainz

Der Deutsch-Koreanische Freundeskreis Mainz lädt alle KBS World RadioHörer und Koreafreunde in seine Räume in der Mainzer Reduite auch in diesem Jahr recht herzlich ein. Das Jahr 2005 steht ganz im Zeichen der Feier des 10. Treffens und es ist erfreulich, dass gerade im Koreajahr 2005 der Mainzer Freundeskreis bereits auf eine lange Reihe von sehr erfolgreichen Veranstaltungen dieser Art zurück blicken kann.
Den ganzen Tag über wird ab 11 Uhr im Vereinsheim ein vielfältiges Programm geboten: der Bogen reicht von Bildvorträgen, Präsentationen und Infomaterial aus Korea, einer Trommel-Perkussion aus dem Land der Morgenstille bis hin zu einer Präsentation von Hanbok, der traditionellen Tracht der Koreaner, und wird begleitet von den kulinarischen Genüssen des Landes. Dem Hobby Rundfunkfernempfang wird ebenso Raum gegeben: so soll neben der Vorstellung von Empfangsmöglichkeiten weltweit sendender Radiostationen und der Demonstration der digitalen Kurzwelle eine Live Fernfunkverbindung zwischen Mainz und Seoul aufgebaut werden. Hierzu begrüßt der Freundeskreis in seinen Räumen Funkamateure aus Mainz, die eine komplette Sende- und Empfangsstation aufbauen.
KBS World Radio wird natürlich auch diesmal wieder mit Interviews die Atmosphäre einfangen und am Abend über sein Programm von der Veranstaltung berichten. Wer auch am Sonntag noch die Funkerfreunde Mainz im "Holzturm" besuchen möchte bzw. am Freitag früher anreist, der hat Möglichkeit, sehr preiswert im unmittelbar zur Reduite gelegenen DLRG-Fortbildungszentrum zu übernachten.
Die Teilnahme am Hörertreffen ist kostenlos. Eine frühzeitige Anmeldung ist jedoch wegen der Planung erbeten. Bitte kontaktieren Sie hierzu den Vereinsvorsitzenden des Deutsch-Koreanischen Freundeskreises Mainz e.V., Herrn Michael Tassler: Tel.: 06131 385379 Email: tassler-mainz@t-online.de.
Aktuelle Informationen zum 10. Hörer- und Koreafreundetreffen sind auch auf der Korea-Internetseite des Vereinsmitglieds Thomas Schneider aus Freiburg zu erhalten: www.koreainfo.de (W. Stengel 6.3.2005 via Chr. Ratzer A-DX und Wg. Büschel BCDX)

Österreich: Noch bis zum 3. Juni in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek (Rathaus, Stiege 4, 1. Stock) Mo-Do 0900-1800 MEZ / Fr 0900-1600 MEZ zu sehen: "off limits" - Amerikanische Soldaten in Wien 1945-1955. Eine Ausstellung im Wiener Rathaus beleuchtet das Leben der amerikanischen Besatzer nach dem zweiten Weltkrieg in Wien. Eintritt frei. Fotos, Plakate, Zeitungen und Radioaufnahmen zeigen den Alltag der Soldaten. Anhand von rund 300 Exponaten werden Streifzüge durch kulturelle Szenen eines "amerikanischen" Wien unternommen: zum Tuxedo Club, zum Army Red Cross Club, zum Radiosender Blue Danube Network.
"Amerika ruft Österreich" - Printmedien 1945-1955 heisst eine Teil- Ausstellung in der Hauptbücherei der St. Büchereien am Gürtel, 1070 Wien. (18.02. - 30.04.2005) Führungen auf Anfrage: pri@m09.magwien.gv.at Information www.stadtbibliothek.wien.at.
Was ist so zu hören und zu sehen:
Die Beschallung des Ausstellungsraumes übernehmen Sendungen vom Blue Danube Network. An diversen Ständen laden Kopfhörer zum Hören ein.
Plakate: u.a. Sendergruppe Rot-Weiss-Rot Wien, Salzburg, Linz 755 kcs / 397.4mb kündigt die Eröffnung von zwei neuen Sendereihen an.
Programmblätter des Blue Danube Network.
Funk u. Film Programmbeilage vom 13. - 19. Okt. 1946 u. a. mit Programmvorschau von:
- Wien I 506.8mb, Wien II 228.6mb
- Rot-Weiss-Rot 410mb 231.8mb 236.8mb
- Alpenland 338.6mb 233.4mb
- West 578mb
- Budapest 549mb
- WOFA Wien 281mb
- Britischer Militärsender Wien 249mb
Nachrichten aus aller Welt:
Amerika 1796mLW KW, UdSSR 48, 42, 40 mb, Frankreich 463mb KW, England LW 1796mb KW Schulfunkprogramm.
Programmblatt:
German Instruction over Blue Danube Network.
The following stations in Austria will broadcast the programm Vienna WOFA
1068kc/s 281mb, Salzburg KZCA 1104kc/s 271.7mb, Linz KOFA 629kc/s 465.9mb.
Short Waves 7.22 megacycles / 40.5 meters.
Briefe: U.S. Forces in Austria B. D. N. APO777 US Army 1948 Christmas Unit.
Auch eine RAVAG Honorar Note ist vom 11. 11. 1950. Schilling achtzig/50 ist zu sehen.
Aus dem Info Blatt zur Ausstellung:
Blue Danube Network BDN das war die Radiostation der amerikanischen Streitkräfte, nach dem 2. Weltkrieg in Österreich. Ursprünglich nur für die Truppenbetreuung bestimmt, war das Programm dieser Sendergruppe aber auch bald bei der Bevölkerung und hier speziell bei den jüngeren Hörern, sehr beliebt. Die Sendestationen waren: Wien, Salzburg und Linz. In Wien war das Hauptquartier. Es gab aber auch Relaisstationen in St. Johann, Saalbach, Zell am See und Tulln. Der Sendebetrieb begann im Juni 1945 und endete, durch den Staatsvertrag bedingt, im Oktober 1955. Die nachfolgenden Tonträger sollen uns an einen Kultsender der damaligen Zeit erinnern.
WOFA Armed Forces Radio Service: The Dick Haymes Show, Spieldauer 47 Minuten.
BDN Cool Corner (Vol.1 u.2). Diese Doppel CD mit insgesamt 96Min. Spieldauer vermittelt BDN Originalsound. Vol. 3 u. 4 mit insgesamt 159Min Spieldauer. Blue Danube Network Radio Show in Swingtime 61 Minuten.
Ing. Ernest Cech hat mit seinem selbst gebautem Tonband viele Sendungen des BDN und RWR aufgenommen. Es ist ihm zu verdanken, dass diese Sendungen der Nachwelt erhalten blieben. Mehr Infos:
Walter Orosz, 1220 Vienna, Austria; Email: walter.orosz@aon.at.
The History of BDN - AFN - Armed Forces Radio Stations (1943).
Sender in Österreich (1945-55).
www.amospress.at/Z/bdn/BDN2/BDN.HTM (P. Gager via Chr. Ratzer A-DX bzw. Wg. Büschel BCDX)


Langwelle

Vereinigtes Königreich (Man): Während sich die Isle of Man International Broadcasting Plc (www.iomib.com), die einen Langwellensender neun Kilometer vor der Küste von Ramsey errichtet, eher in Schweigen hüllt, ist der Auftritt des Antennenlieferanten auf seiner Homepage um so lauter. Die Abstrahlung soll computergesteuert angepasst werden und dadurch bessere Reichweiten erzielen. Wie Kabbary Antenna Technology Co. auf der Homepage behauptet, könnte die Langwelle 279 kHz (500 kW) tageszeitabhängig sogar in Nordamerika und Ostasien gehört werden.
Isle of Man International Broadcasting Plc hofft auf einen Sendebeginn im Juni 2005, verzichtet aber “bewusst” auf Berichterstattung über den Fortschritt der Arbeiten (”The company is deliberately maintaining a low profile during the construction (of the transmission facility) stages and does not wish to issue progress bulletins until it is ready to broadcast, probably in June 2005. This is entirely for commercial reasons - to avoid unnecessary dilution of the impact of our launch publicity campaign.”). (Dr. Hj. Biener 14.4.2005)


Mittelwelle

Ägypten: Kabbary Antenna Technology Co. hat Sendungen von einem Radioschiff angekündigt. Es werde vor Alexandria ankern und auf Langwelle 162 kHz und Mittelwelle 558 kHz senden. Kabbary Antenna Technology Co. bietet die Crossed Field Antenna als Lang- und Mittelwellenantenne für Sendestärken zwischen 50 und 1000 kW an und verspricht erstaunliche Leistungen. Mit 100 kW an der Superpower CFA antenna könnten Effekte von 500 kW erreicht werden. Man habe dies bereits auf 558 kHz getestet. (Mike Brand / Radio Netherlands Media Network 4.4.2005)

Ägypten: Nach Angaben der Homepage hat Kabbary Antenna Technology Co seit 1994 eine ganze Reihe seiner Crossed Field Antennas in Ägypten aufgebaut und damit hervorragende Ergebnisse erzielt.
Das erste Projekt mit dem platzsparenden, aber proprietären Antennensystem war 1994 in Tanta, gut 90 Kilometer nördlich von Kairo. Hier sei früher ein 60 kW-Sender auf 1161 kHz eingesetzt worden. Nach Installierung der Antenne auf dem Dach des zweistöckigen Senderhauses habe man wegen der größeren Reichweite und daraus resultierenden Gleichkanalstörungen die Sendeleistung auf die Hälfte zurückfahren müssen. 1999 sei eine zweite Antenne für einen 100-kW-Sender auf 864 (711?) kHz errichtet worden. Dieser hätte andernfalls einen 125-m-Mast gebraucht. Trotz der direkten Nachbarschaft der Antennen von kaum 6 Metern nebeneinander gebe es keine gegenseitige Beeinflussung.
In Alexandria (31°11'North, 29°52`O) kommt das Regionalprogramm für das Nildelta über einen 25-kW-Sender samt CFA auf 1197 kHz. Obwohl sich die Sendeanlage in der Nähe eines Neubaugebiets befinde, gebe es keine Elektrosmogprobleme.
In Kairo steht eine 1-kW-Anlage für 864 bzw. 936 kHz, um als Reserve bei einem Ausfall der Hauptstation Santa (500 kW) zu dienen.
Im Süden ersetzte in Barnis (23°55'N 35°45'O) eine 10 m hohe Crossed Field Antenne einen 125-m-Mast, der 1996 durch einen Sturm beschädigt worden war. Die Sendeanlage strahlt mit 100 kW auf 603 kHz das ägyptische Hauptprogramm aus. Zunächst habe eine 30 kW-CFA den Betrieb wiederhergestellt. Binnen eines Monats habe die Firma dann eine Antenne aufgebaut, die die vollen 100 kW aufnehmen konnte. Sie sei seit März 1997 in Betrieb und sorge für eine Reichweite von mehr als 1000 km am Tag. Ebenfalls an der Südgrenze zum Sudan steht eine CFA in Halaib für das Südnil-Programm auf 882 kHz (10 kW). (via Dr. Hj. Biener 14.4.2005)

Deutschland (Hessen): In 70 Einzelteilen wurden jetzt die Gittermasten für die neue Steilstrahlantenne der Mittelwelle Mainflingen 1539 kHz geliefert. Daraus entstehen fünf etwa 80 Meter hohe Masten für einen Kreuzdipol, der seine Leistung im Winkel von etwa 45 Grad zum Horizont an die Ionosphäre abstrahlt. Von dort werden die Radiowellen zur Erde reflektiert. "Diese besondere Antennentechnologie gibt mehr als 70 Prozent der eingespeisten Sendeleistung gebündelt nach oben ab und verhindert so den unerwünschten Detektoreffekt in unmittelbarer Nachbarschaft der Anlage", erläutert Projektleiter Henning Pook die Neuerung. Seit Jahren klagen Bürger in Zellhausen und Umgebung über die Störung von Fahrzeugelektronik oder Haushaltsgeräten, aus denen das Programm des Evangeliums-Rundfunks dudelt. Mit dieser Installation sollen die unerwünschten Nebenwirkungen der Vergangenheit angehören. Den Kostenaufwand für die Anlage beziffert der Fachmann auf etwa zwei Millionen Euro.
Die zwischen sechs und acht Meter langen Elemente bleiben allerdings bis September am künftigen Standort eingelagert. Der Standort liegt in einem Landschaftsschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Bau- und Rodungsarbeiten sind dort nur im Zeitraum von Anfang September bis Mitte März zugelassen. Zwar sind die Fundamente für dieSendemasten trotz der lange anhaltenden Frostperiode soweit fertiggestellt, doch die Montage kann auf Grund dieser Verzögerung erst in etwa sechs Monaten beginnen. "Wir rechnen mit einer Montagezeit von etwa vier Wochen", sagt Willi Trella, Referent für Hoch- und Tiefbau bei der Firma T-Systems. (Offenbach-Post 14. April 2005 via Lothar Rühl, von Dr. Hj. Biener gekürzt).
Kommentar: Diese Meldung wird die Anlieger aufatmen lassen und ärgerlich machen. Unwillkürlich muss man sich fragen, wie man bei T-Systems eine solche Zeitplanung machen kann bzw. ob man dort für Zeitverzögerungen Vertragsstrafen vorgesehen hat. Zwei Monate eher und die Anwohner hätten ein halbes Jahr früher Ruhe, und der Evangeliums-Rundfunk, der ja weder mit der Empfangslage noch mit der Stimmung vor Ort zufrieden sein konnte, hätte auch seinen Frieden gehabt. (Dr. Hansjörg Biener)

Deutschland (Sachsen-Anhalt): Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt hat am 6. April 2005 zwei Spartenprogramme genehmigt, die künftig Burger Mittelwellen belegen werden:
- Auf der Mittelwelle 531 kHz wendet sich der Veranstalter Radio Starlet mit dem Programm Truckradio an Berufskraftfahrer. Der Veranstalter hat die Frequenz schon länger auf seiner Homepage angekündigt. Gerüchteweise ist für 531 kHz von 100 kW die Rede.
- Das Programm Oldiestar Radio von der Digital Radio Berlin Betriebs GmbH ist künftig auf Mittelwelle 1575 kHz empfangbar. Oldiestar sendet bereits auf der UKW-Frequenz Zehlendorf 104,9 MHz für den Norden Berlins. Die Internetpräsenz bei www.oldiestar.de ist erst im Aufbau, ermöglicht aber bereits Internetradio.
Wie der Direktor der MSA, Christian Schurig, im Anschluss an die Sitzung mitteilte, werden mit dieser Lizenzentscheidung die Mittelwellenfrequenzen in Sachsen-Anhalt zu neuem, digitalen Leben erweckt. Nachdem mit der DAB-Technologie digitales Radio die bisherigen UKW-Frequenzen ablöst, gibt es eine vergleichbare Technologie auch für den Bereich Lang-, Mittel- und Kurzwelle, die weltweit vor der Einführung steht. Beide zugelassenen Programmveranstalter sehen allein in der Digitalisierung des Radios die Möglichkeit, auch Zukunftssicherheit in diesem klassischen Massenmedium herzustellen. Die beiden Mittelwellenfrequenzen 531 und 1575 kHz am Standort Burg bei Magdeburg decken aufgrund ihrer Leistung mindestens den gesamten Bereich Sachsen-Anhalts ab. (www.lra.de/news/news_detail.htm?id=460 7. 4.2005 via Dr. Hj. Biener)

Italien: Die RAI hat die Antenne der früher für RAI Tre eingesetzten Mittelwelle Trieste 1602 kHz abgebrochen. (Al. Groppazzi 9.4.2005 via emwg)

Niederlande: Radio 10 Gold, das auf 1008 kHz ein Oldies-Format ausstrahlt, hat am 4. April 2005 eine eigene Kampagne “40 Jahre Top 40” gestartet. Als erste Außenaktion findet ein Radio 10 Gold Top 40 Flashback am 30. April 2005 in Amsterdam statt. Am Jahresende will man die längste Hitparade aller Zeiten senden: die Top 4000 der letzten 40 Jahre. Die Hörerschaft soll dafür bei www.top4000.nl ihre Stimme abgeben. Auf der Homepage finden sich auch Bilder vom neuen Studio von Radio 10 Gold. Die Station behauptet sich, trotz Mittelwelle, immer noch knapp vor dem direkten Oldies-Konkurrenten. (Radio Netherlands Media Network 4.4.2005, Dr. Hj. Biener)

Niederlande: Ruud Poeze hat die Sendeleistung auf der Mittelwelle Utrecht 1584 kHz auf 600 Watt erhöht. Immer noch ist unklar, ob dies nur zum Erhalt des Senderechts dient oder der Vorbereitung eines Programms. (Radio Netherlands Media Network 10.4.2005)

Neuseeland: Radio New Zealand, die Asia Pacific Broadcasting Union, Thales Multi Media und THL Australia führen vom 27. bis 29. April in Wellington ein DRM-Symposium durch. In diesem Zusammenhang soll auch Digital Radio Mondiale auf Mittelwelle vorgestellt werden. Zu diesem Zweck hat Thales einen 50 kW-Sender auf 657 kHz entsprechend umgerüstet. (Mark Nicholls 5.4.2005 via Gl. Hauser DXLD bzw. Wg. Büschel BCDX)

Neuseeland: Der BBC World Service musste in Auckland die Frequenz wechseln und sendet zum 1. April 2005 auf 810 kHz. Bisher kam das Weltnachrichtenprogramm auf 1476 kHz, aber der Inhaber des Senderechts, Auckland International Airport, hat die Lizenz verkauft. Immerhin gut 30 Prozent der neuseeländischen Bevölkerung lebten im Einzugsbereich dieses Mittelwellensenders. Der Auckland Radio Trust (PO Box 800 Shortland Street, Auckland, www.worldservice.co.nz), der sich um die BBC-Relais kümmert, hat nun von Ministry of Culture and Heritage ein eigenes Senderecht für 810 kHz erhalten. Da der Betrieb nicht kommerziell ist, lebt der Trust von korporativen und privaten Spenden.
Während des Golfkriegs um die Befreiung Kuwaits hatte die BBC London im Januar 1991 mit örtlichen UKW-Sendungen in Neuseeland begonnen. Acht Monate später wurden sie wieder eingestellt, weil eine dauerhafte Zuweisung der Frequenzen nicht gesichert war. Ab Sommer 1992 konnte die BBC and WS New Zealand Ltd rund um die Uhr auf den Mittelwellen Auckland 1386 kHz, Christchurch 1017 kHz und Wellington 1233 kHz senden. Die Programme wurden in digitaler Form per Satellit vom Bush House in London nach Auckland übertragen und waren im Prinzip mit dem weltweiten Radioprogramm identisch. Morgens und zu den Berufsverkehrszeiten jedoch wurde das Programm um Informationen aus Neuseeland selber ergänzt. Im Sommer 1994 standen die Mittelwellen dann allerdings wieder zum Verkauf. In Auckland, wo der BBC World Service nur oder immerhin zwei Prozent der Hörerschaft hatte binden können, wurden die Mittelwellensendungen in den folgenden Jahren fortgesetzt. (Dr. Hj. Biener)

Niederlande: Nach seinem Gehirnschlag im August 2004 hat Tom Mulder am 8. April 2005 erstmals wieder Radio 10 Gold besucht. Der beliebte Moderator, der bislang krankgeschrieben war, wird mittelfristig wieder im Programm des Oldiessenders mitarbeiten. Radio 10 Gold sendet auf Mittelwelle 1008 kHz. (Radio Netherlands Media Network 9.4.2005)

Pakistan: Die Behörden haben die Errichtung eines 100-kW-Mittelwellensenders in Gwadar angekündigt. Das Projekt wird um die 263 Millionen Rupees (ca. 4 Millionen Euro) kosten. (Pakistan Times via Radio Netherlands Media Network 13.4.2005)

Philippinen: Die neue IBB-Anlage für die Mittelwelle 1170 kHz wurde am 15. März 2005 in Betrieb genommen, hat aber wegen Überschlägen bisher maximal 900 statt 1000 kW erreicht.
Der Abbau der alten Antennenanlage begann am 16. Maerz. Die alte Anlage hatte den letzten, noch betriebsfähigen CEMCO (Continental Electronics Manufacturing Co.) 105B-Megawatt-Sender. Der Sender wurde 1954 ausgeliefert und war noch einmal im Betrieb, als der Harris DX-1000 zur neuen Anlage umzog. Damit war der 105B fünfzig Jahre im Betrieb. (Aaron Zawitsky 17.3., 7.4.2005 via Gl. Hauser DXLD)

Rumänien: Radio Micul Samaritean 1584 kHz bestätigte einen Empfangsbericht über das LSM-Hauptquartier (P.O.Box 969, Hickory, NC 28603, USA. v/s Florin Pindic Blaj) in den USA innerhalb von 66 Tagen mit einer vom Einsender vorbereiteten QSL-Karte, Brief und viel Informationsmaterial, sowohl in gedruckter Form als auch auf CD.
Laut dem beigelegten Material sendet die Station auf 1485 kHz aus Bacau und Medias, auf 1584 kHz aus Sighet und Suceava, und auf 1602 kHz aus Bistrita und Arad (bei letzterem wird es sich wohl um ein Relay via Radio CNM handeln). Zusaetzlich wird noch auf 9 UKW-Frequenzen in Rumänien und 13 UKW-Frequenzen in Moldowa gesendet. (Patrick Robic 7.4.2005 via Chr. Ratzer A-DX und Wg. Büschel BCDX)

Russland: Die Stimme Russlands nutzt die Mittelwelle St. Petersburg 1494 kHz 17.00-18.00 (MESZ 19.00) Uhr für Sendungen nach Skandinavien:
17.00-17.30 Uhr Finnisch, Sa So Englisch
17.30-18.00 Uhr Mo Mi Fr Schwedisch, Di Do Norwegisch, Sa So Englisch
Die Sendungen in Dänisch wurden vor geraumer Zeit eingestellt. (“Simon” via emwg 9.4.2005)

Sahara (aus Algerien): Während die Traditionswelle Tindouf 1550 kHz weiter nicht gehört werden konnte, sendet die Polisario Front auf der Reservemittelwelle 700 kHz. Die Kurzwelle 7460 kHz leidet an Gleichkanalinterferenz von Radio Free Asia. In der Stunde vor dem Sendeschluss, 23.00-24.00 Uhr, sendet das Radio Nacional de la Republica Arabe Saharaui Democratica in Spanisch, der Sprache der früheren Kolonialmacht. (M. Mendez 9.3., C. Goncalves 10., 11., 17.3.2005 via Wg. Büschel)

Vereinigtes Königreich (Somerset): Simon White nimmt eine Auszeit von BBC Somerset Sound und wird nur noch von Zeit zu Zeit hinter dem Mikrophon sitzen. Er war seit dem Sendestartdabei und hat seit den späten achtziger Jahren viele Shows bei BBC Somerset Sound präsentiert. Mehr als eine Dekade war White 7.00-9.00 Uhr der Morgenmann des Programms. Sein Nachfolger ist Vic Morgan, der schon die Morgenshow bei BBC Radio Devon gemacht hat. (Radio Newsletter 1.4.2005) BBC Somerset Sound sendet auf der Mittelwelle Taunton 1566 kHz.


Kurzwelle

Afghanistan (aus Vereinigtes Königreich): Internews / Salaam Watandar, das in Afghanistan zahlreiche Lokalsender beim Aufbau unterstützt, setzt Teile seines Mantelprogramms auch auf Kurzwelle um. Im Sommer 2005 kommt die Kurzwellensendung nach folgendem Sendeplan:
13.00-14.30 (MESZ 15.00) Uhr 15500 kHz (Rampisham 500 kW, 95°) in Dari/Pashto
(Observer 1.4., A. Petersen 5.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Albanien: Radio Tirana (Rruga Ismail Quemali, Tirana, Albanien) hat folgenden Sommersendeplan 2005 in Deutsch:18.01-18.29 (MESZ 20.01) Uhr 1458 kHz (Fllaka 500 kW, 338°) 6130 kHz (Shijak 100 kW, 350°) außer sonntags (Dr. Hj. Biener)

Armenien: Die Stimme Armeniens hat folgenden Sommersendeplan 2005 nach Westeuropa:
15.00-15.30 (MESZ 17.00) Uhr 11930 kHz (Kamo 500 kW, 305°) Armenisch
17.15-18.45 (MESZ 19.15) Uhr 4810 9775 kHz (Kamo 500 kW, 305°) Armenisch, 17.45 Uhr Französisch, 18.05-18.25 (MESZ 20.05) Uhr Deutsch, 18.25 Uhr Englisch
(M. Barraclough 5.4., Observer 15.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)
Empfangsberichte werden mit teilweise langen Laufzeiten bestätigt, allerdings bittet Direktor Armen Amiryan um die Beilage von Internationalen Antwortscheinen für das Rückporto.

Äthiopien / Eritrea (aus den Vereinigten Arabischen Emiraten): UNMEE hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan:
09.00-10.00 (MESZ 11.00) Uhr 15135 kHz (Al Dhabbaya 250 kW, 225°) So Englisch, Tigrigna, Amharisch
10.30-11.30 (MESZ 12.30) Uhr 15135 kHz (Al Dhabbaya 250 kW, 225°) Di Englisch, Tigrigna, Amharisch
(Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Belarus: Die Brester Kurzwelle 6010 kHz konnte im März auch auf der harmonischen Frequenz 12020 kHz beobachtet werden. (Wg. Büschel 21.3., N. R. Green 22.3.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Bulgarien: Voice Africa hat mit Beginn des Sommersendeplans 2005 am 27. März die Relaissendungen aus Kostinbrod eingestellt. Die Station hatte zuletzt 16.00-18.00 Uhr auf 13820 kHz (100 kW, 215°) gesendet. Mittlerweile wird jedoch Sendezeit in Meyerton angemietet. (Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Gabun: Der pan-afrikanische Unterhaltungssender Africa No 1 hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan auf Kurzwelle:
05.00-23.00 (MESZ 07.00) Uhr 9580 kHz (250 kW, 350°) für Zentralafrika
07.00-16.00 (MESZ 09.00) Uhr 17630 kHz (250 kW, 307°) für Westafrika
16.00-19.00 (MESZ 18.00) Uhr 15475 kHz (250 kW, 305°) für Westafrika
(Observer 8.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)
Das Programm ist hauptsächlich in Französisch, beinhaltet aber auch englischsprachige Segmente. Parallel zur Öffnung west-afrikanischer Länder für privaten UKW-Rundfunk arbeitete Africa No. 1 auch am Erwerb von Sendelizenzen in afrikanischen Hauptstädten. Mittlerweile ist Africa No 1 in zahlreichen frankophonen Ländern auch auf UKW-Frequenzen zu hören. Bei politischen Krisen werden diese aber gelegentlich von den lokalen Behörden stillgelegt. (Dr. Hj. Biener)

Griechenland: Die Stimme Griechenlands (432 Messogheion Ave, GR-15342 Aghia Paraskevi, Athen, Griechenland, www.ert.gr, era5@ert.gr) bringt die deutsche Sendung im Sommer 2005 weiter 13.30-14.00 (MESZ 15.30) Uhr auf 15650 kHz sowie für Griechenland und Südosteuropa auf der Mittelwelle 666 kHz. (Dr. Hj. Biener) Da in Kavalla keine weitere Antenne für 310° zur Verfügung steht, kommt das deutsche Kurzwellenprogramm auf einer Antenne, die eigentlich in Richtung 208° nach Afrika und Südamerika sendet. (Wg. Büschel BCDX)

Indien: Der BBC World Service hat durch Programmänderungen und die Außenaktionen 2004 den Hörerschwund in Indien erst einmal stoppen können. Dies zeigte eine Studie von AC Nielsen, die im Dezember 2004 und Januar 2005 durchgeführt wurde und deren Resultate jetzt veröffentlicht wurden. Nach den Ergebnissen hat die wöchentliche Hörerschaft in Hindi um 4,3 auf 14,5 Mio. Inder zugenommen. Die Studie umfasste die indischen Bundesstaaten Bihar, Uttar Pradesh, Uttaranchal, Jharkand und Rajastan. In Bihar erreicht die BBC 40 Prozent aller Radiohörer, in Jharkand 30 Prozent und in den drei anderen Staaten fast 20 Prozent mindestens einmal in der Woche.
Der Leiter der Hindi-Redaktion, Achala Sharma, führt den Anstieg auf ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurück: "Wir haben unser Programm noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Hörerschaft in den Hindi-sprachigen Bundesstaaten abgestellt. Ganz gewiss hat auch unsere Roadshow durch Bihar und Uttar Pradesh im vorigen Jahr mehr Aufmerksamkeit erzeugt." Die BBC war damals durch 40 Städte getourt. Alan Booth, Controller of BBC World Service Marketing Communications & Audiences: "Indien ist ein wichtiges Zielgebiet für die BBC, dessen Mediennutzung aber durch Satellitenfernsehen und UKW-Privatsender im Umbruch ist. Die Studie zeigt, dass man mit neuen Programmformaten und aktivem Marketing dem Hörerverlust entgegenwirken kann.”
BBC Hindi sendet viermal täglich um 6.30, 8.00, 19.30 und 12.30 Uhr Indischer Zeit auf Kurz- und Mittelwelle. Außerdem gibt es ein Internetangebot unter bbchindi.com. (BBC Hindi's audience in India rises www.bbc.co.uk/pressoffice/pressreleases/stories/2005/04_april/08/hindi.shtml 8.4.2005 via Dr. Hj. Biener).
Kommentar: Was hier als Erfolg vermeldet wird, zeigt auch, was Prioritäten in der Führungsebene ausmachen. In Indien wurde auf zurückgehende Hörerschaften offensiv durch mehr Hörerkontakte und durch Werbung geantwortet. In anderen Regionen stellt der BBC World Service unter Verweis auf sinkende Hörerschaften Sendungen ein. (Dr. Hansjörg Biener)

Indonesien: Die Voice of America hat ihre indonesischen Sendungen binnen weniger Monate erheblich ausgebaut. Bereits im Februar erweiterte der US-Auslandsdienst die Kurzwellensendungen von 150 auf 270 Minuten täglich. Außerhalb dieser Sendezeit stellt die Stimme Amerikas seit dem 3. April 2005 ihren mehr als 200 indonesischen Radiopartnern 12 Stunden lang alle halbe Stunde Kurznachrichten zur Verfügung. Dazu kommen dann noch Fernsehsendungen und das Internetangebot www.voaindonesia.com.
Nach Weltzeit gerechnet ergibt sich folgender Sendeablauf:
22.00-00.30 Uhr VoA-Vollprogramm
00.30-10.30 Uhr VoA-Kurznachrichten um :00 und :30
11.00-13.00 Uhr VoA-Vollprogramm
13.00-16.30 Uhr VoA-Kurznachrichten um :00 und :30
Rechnet man die sieben bis neun Stunden für die verschiedenen Zeitzonen Indonesiens hinzu, wird damit der ganze Tag abgedeckt. Es bleibt nur eine Lücke in der Nacht indonesischer Ortszeit. Wenn man nun noch die Lücken durch Musik schließt, ergäbe das ein Programm analog anderen US-amerikanischen Auslandsdiensten für die islamische Welt. Bereits auf Sendung sind Radio Sawa in Arabisch (seit 2002, rund um die Uhr, teilweise mit regionalen Programmfenstern), Radio Farda in Farsi (seit 2002, rund um die Uhr) und Radio Aap ki Dunyaa in Urdu (*2004 12 Stunden). Dazu kommt ein koordinierter 24-Stunden-Strom in Dari und Paschtu für Afghanistan, der von Voice of America und Radio Free Afghanistan produziert wird. Diese Medienoffensive für die islamische Welt wird heute in den Kampf gegen den Terrorismus eingeordnet, doch sollte man festhalten, dass das Konzept für ein 24-Stunden-Massenprogramm in Arabisch dem US-Kongress ein halbes Jahr vor den Terrorschlägen vom 11. September 2001 vorgelegt worden ist. (Dr. Hj. Biener)

Iran (aus Bulgarien): Die oppositionelle Seda-ye Iran sendet im Sommer 2005 nach folgendem Sendeplan für den Iran:
15.30-17.30 (MESZ 17.30) Uhr 11575 kHz (Kostinbrod 100 kW, 90°) Farsi (Observer 8.4.2005 via Wg. Büschel)

Iran (aus Moldowa): Seit dem 28. März 2005 sendet mit Seda-ye Jambushi Iran e Farda (Iran of Tomorrow Movement, 17328 Ventura Blvd. #209, Encino, CA 91316, USA, www.sosiran.com, hasteh@sosiran.com) ein weiteres Oppositionsprogramm für den Iran:
16.00-16.45 (MESZ 18.00) Uhr 7490 kHz (Grigoriopol 500 kW, 116°) Farsi (Observer 1.4., Finn Krone 8.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Irland / Niederlande u. a.: Ab dem 15. April 2005 verschlüsselt der Satellitenbetreiber Worldspace die Ausstrahlung des Satellitenstroms von World Radio Network. Während etwa Radio HCJB Quito auf Sonderkonditionen hinwies, die World Radio Network für das Abonnement ausgehandelt habe, zeigte sich der irische öffentliche-rechtliche Rundfunk “very upset”. Radio Telefis Eireann hatte zum 31. Dezember 2003 seine weltweiten Kurzwellensendungen zugunsten von Satellitensendungen eingestellt. Auf der Homepage entschuldigte man sich bei den Hörern und Hörerinnen für die Umstände, die außerhalb der Kontrolle des Senders lägen. Man werde aber seine Optionen prüfen, um auch weiterhin kostenfrei gehört zu werden. Auch andere Auslandsdienste wie Radio Netherlands sind von dem Politikwechsel von Worldspace, das ohnehin ein proprietäres Empfangssystem einsetzt betroffen und bitten um Rückmeldungen von Hörern, die bisher über Worldspace versorgt werden. Insgesamt kann das bedeuten, das World Radio Network den Satellitenstrom bei Worldspace aufgeben muss.
Außer World Radio Network (Asiastar, Afristar) sind künftig folgende Programme verschlüsselt: CNN International (Asiastar, Afristar), NPR Worldwide (USA) (Asiastar), zwei BBC-Kanäle (Asiastar), Radio France Internationale (Asiastar) und Radio Shuva (Afristar). (Dr. Hj. Biener)

Laos: Sowohl Vientiane 6130 kHz als auch Sam Neua 4649 kHz konnten bei einem Besuch in Südostasien täglich gehört werden. (J. Lohuis 20.3.2005 via Wg. Büschel BCDX )

Mexico: Nucleo Radio Mil ist eine der größten kommerziellen Radiogruppen in Mexico. Seit einiger Zeit residiert man in einem neuen hochmodernen Funkhaus in Santa Fé, einem Vorort von Ciudad Mexico. Hier werden sechs UKW- und Mittelwellenprogramme produziert. Radio Mil profiliert sich als Info-Sender. Seit mehr als 50 Jahren ist Radio Mil mit einem kleinen Kurzwellensender auch auf 6010 kHz zu hören.
Moldowa (Pridnestrovye): Radio Dniester sendet 16.00-16.42 Uhr auf 5960 kHz (Grigoriopol 500 kW, 265°) und nicht auf der angekündigten 5910 kHz. (Observer 15.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Nigeria (aus Südafrika): Die aufgrund seiner Sendeinhalte von manchen als Hassradio eingeschätzte Voice of Biafra International hat mit Beginn des Sommersendeplans 2005 die Sendezeit verdoppelt. Statt Samstags sendet man nun mittwochs und samstags 21.00-22.00 (MESZ 22.00) Uhr 7380 kHz (Meyerton).
(Observer 8.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Österreich: Österreich 1 hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan:
00.30-02.00 Uhr 9870 kHz (300 kW, 235 / 275 / 295°) für Amerika
04.00-22.08 Uhr 6155 kHz (300 kW, nd) für Europa
04.00-17.30 Uhr 13730 kHz (100 kW, 160°, 11.00 nd) für Europa
05.00-06.00 Uhr 17870 kHz (100 kW, 115°) für den Nahen Osten
12.00-13.00 Uhr 17715 kHz (300 kW, 90°) für Asien und Ozeanien
15.00-16.00 Uhr 13775 kHz für Amerika
17.30-22.08 Uhr 5945 kHz (100 kW,nd) für Europa
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz
Montags bis freitags gibt es auch einen englischsprachigen Report from Austria. (Daniel Sampson 26.3.2005 via Gl. Hauser DXLD und Wg. Büschel BCDX)

Pakistan: Rund 10.000 Hörer und Hörerinnen haben die Gelegenheit genutzt, Mitarbeitende der BBC Urdu-Redaktion zu treffen. Einen Monat lang reisten BBC-Mitarbeiter quer durchs Land. Die Außenveranstaltungen unter dem Motto BBC Sangat... Kahain Aap Sunain Hum (“Jetzt red I”) wurden täglich im BBC-Urdu-Programm verwertet. Der Urdu-Dienst, der derzeit kommissarisch von Waheed Mirza geleitet wird, ging das erste Mal auf diese Weise auf seine Hörerschaft zu.
BBC Urdu sendet dreimal täglich um 6.30-7.00, 20.00-21.00 und 22.30-23.00 Uhr pakistanischer Ortszeit auf Kurzwelle. Außerdem gibt es eine Internetpräsenz unter bbcurdu.com. (10,000 Pakistanis take part in BBC audience campaign www.bbc.co.uk/pressoffice/pressreleases/stories/2005/04_april/12/pakistan.shtml 12.4.2005 via Dr. Hj. Biener)

Portugal: RDP International scheint die Postfachadresse Apartado 1011, 1001 Lisboa Codex, nicht mehr zu benutzen. Briefe an das Postfach wurden zurückgeschickt. Damit muss Post künftig an Av. Marechal Gomes da Costa 37, 1849-030 Lisboa, geschicht werden.
(Allen Dean via WDXC-UK April Contact magazine bzw. Wg. Büschel BCDX 3.4.2005)

Russland (Tatarstan): Die Tatarstaner Welle hat folgenden Sommersendeplan 2005 aus Samara:
04.00-05.00 (MESZ 06.00) Uhr 15140 kHz (250 kW, 60°) für Sibirien
06.00-07.00 (MESZ 08.00) Uhr 9690 kHz (250 kW, 60°) für Zentalasien
08.00-09.00 (MESZ 10.00) Uhr 11925 kHz (100 kW, 310°) für Westeuropa
(Observer 15.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Singapur: Radio Singapore (International) hat folgende Registrierungen für das Sommerhalbjahr 2005:
09.00-14.00 (MESZ 11.00) Uhr 6120 kHz (250 kW, 0°) Malaiisch/Indonesisch
09.00-14.00 (MESZ 11.00) Uhr 9625 kHz (250 kW, 0°)
11.00-14.00 (MESZ 13.00) Uhr 6080 kHz (250 kW, 0°) Englisch
11.00-14.00 (MESZ 13.00) Uhr 6185 kHz (250 kW, 0°) Chinesisch
23.00-16.00 (MESZ 01.00) Uhr 6000 kHz (250 kW, 320°) Chinesisch
23.00-16.00 (MESZ 01.00) Uhr 6150 kHz (250 kW, 320°) Englisch
23.00-16.00 (MESZ 01.00) Uhr 7150 kHz (250 kW, 320°)
23.00-16.00 (MESZ 01.00) Uhr 7170 kHz (100 kW, 320°) Tamilisch
23.00-16.00 (MESZ 01.00) Uhr 7235 kHz (250 kW, 320°) Malaiisch/Indonesisch
(via Wg. Büschel)

Somalia (aus den Vereinigten Arabischen Emiraten): Das Alphabetisierungsprogramm Radio Mustaqbal hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan:
06.30-07.00 (MESZ 08.30) Uhr 15530 kHz (Al Dhabbaya 250 kW, 225°) Mo Di Do in Somali
11.30-12.00 (MESZ 13.30) Uhr 15530 kHz (Al Dhabbaya 250 kW, 225°) Mo Di Do in Somali
(Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Südafrika / China: China Radio International sendet im Sommer 2005 nach folgendem Sendeplan aus Meyerton:
15.00-19.00 (MESZ 17.00) Uhr 6100 kHz (100 kW 5°) Englisch, 18.00 Uhr Chinesisch
Das Relais hatte erst kurz vor Beginn der Sommersendeperiode begonnen. (Wg. Büschel 12.3.2005)

Tschechische Republik: Radio Free Europe/Radio Liberty hat seit dem 4. April 2005 ein neues Logo. Statt des blausilbernen Motivs der Berliner Freiheitsglocke wird jetzt eine Fackel für die Demokratie weitergetragen. Bei der Vorstellung begründete RFE/RL-Präsident Thomas A. Dine das neue Logo so: "Die Märkte von heute brauchen ein neues, frisches Logo, das auch das jüngere Publikum anspricht. Die brennende Fackel steht dafür, dass wir auch mit einem erweiterten multimedialen Angebot von Radio, Fernsehen, Internet und Messaging-Diensten das Licht wahrheitsgetreuer Nachrichten weitertragen." (www.rferl.org/about/organization/newlogo.asp) Dagegen wisse kaum noch jemand etwas mit dem Symbol der Berliner Freiheitsglocke anzufangen. Sie war 1949 in den USA umhergereist und Teil einer Spendenkampagne zur Errichtung der Freiheitssender, aus denen RFE/RL hervorgegangen ist. Erstmals werden die Logos für die Sprachdienste eigens gestaltet, indem die einheimischen Programmnamen verwendet werden, also beispielsweise Radio Swoboda für den russischen Dienst. (Dr. Hj. Biener)

Türkei: Die bisherige Leiterin der deutschen Redaktion, Engin Asena, ist zur neuen Leiterin der Fremdspachenabteilung der Stimme der Türkei ernannt worden. Ihre Nachfolgerin als Leiterin der deutschen Redaktion ist seit dem 8. März Dr. Ufuk Gecim. (L. Cobisi 2.4., B. Klink 5.4.2005 via Gl. Hauser DXLD und Wg. Büschel)

Ukraine: Radio Ukraine International hat folgenden Sommersendeplan 2005:
00.00-05.00 Uhr 7485 kHz (100 kW, 55°) für Russland
05.00-08.00 Uhr 9945 kHz (100 kW, 277°) für Westeuropa
08.00-13.00 Uhr 15675 kHz (100 kW, 277°) für Westeuropa, darin 11.00-12.00 Uhr Englisch
13.00-17.00 Uhr 7530 kHz (100 kW, 55°) für Russland
17.00-21.00 Uhr 7490 kHz (100 kW, 290°) für Westeuropa, darin 17.00-18.00 und 20.00-21.00 Uhr Deutsch
21.00-24.00 Uhr 7420 kHz (100 kW, 290°) für Westeuropa, darin 21.00 Uhr Englisch, 22.00 Uhr Ukrainisch, 23.00 Uhr Deutsch
23.00-04.00 Uhr 7440 kHz (500 kW, 314°) für Nordamerika, darin 0.00-1.00 und 3.00-4.00 Uhr Englisch
Uhr Weltzeit (+2=MESZ) Frequenz
Bis auf die Sendungen für Nordamerika aus Mykolaiv werden Sender in Kharkiv eingesetzt. Mit Ausnahme der angemerkten Sendungen sind alle Programme in Ukrainisch. (Observer 15.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

UN: United Nations Radio plant folgenden Sommersendeplan 2005 über die von VT Communications gemakelten Kurzwellensender:
17.00-17.15 (MESZ 19.00) Uhr 7150 kHz (Meyerton 100 kW, 76°), 11735 kHz (Meyerton 500 kW, 340°), 17720 kHz (Skelton 300 kW, 180°) Mo-Fr Französisch
17.30-17.45 (MESZ 19.30) Uhr 7170 kHz (Meyerton 100 kW, 5°), 15495 kHz (Skelton 300 kW, 110°), 17810 kHz (Ascension 250 kW, 65°) Mo-Fr Englisch
18.30-18.45 (MESZ 20.30) Uhr 15105 kHz (Skelton 300 kW, 110°), 17560 kHz (Rampisham 500 kW, 169°) Mo-Fr Arabisch (Observer 8.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Vatikan: Über 6.000 Journalisten sind mittlerweile beim vatikanischen Pressesaal und dem Medienrat für die Zeit des Konklaves akkreditiert. Im Konklave, dass am 18. April beginnt, sollen die wahlberechtigten Kardinäle den nächsten Papst der römisch-katholischen Kirche bestimmen. Radio Vatikan und das Vatikanfernsehen haben alle Radio- und Fernsehanstalten ermächtigt, die die Bestattung von Papst Johannes Paul II. übertragen wollten. 137 Fernsehsender haben dem Medienrat gemeldet, sie hätten die Feiern übertragen. Radio Vatikan kommentierte die Bestattung in sieben Sprachen, wozu sich mehrere hundert andere Radiostationen zuschalteten. (Radio Vatikan 12.4.2005)

Vereinigtes Königreich (Wales): Obwohl auch ein Sommersendeplan angekündigt wurde, hat Wales Radio International (http://wri.cymru.net) am 28. März 2005 seine Kurzwellensendungen eingestellt. Hörer hatten die Sendungen über Moosbrunn ohnehin immer wieder vermisst. (vermisst von Bernie O Shea 31.12.-28.1., Empfangsmeldung Brian Alexander 3.3.2005 via Gl. Hauser DXLD)
Es besteht die Hoffnung, dass sie im Herbst wieder aufgenommen werden. Der angekündigte Sommersendeplan 2005 hatte folgendermaßen gelautet:
20.30-21.00 Uhr 5875 kHz (Skelton 300 kW / 110°), 7210 kHz (Moosbrunn 100kW, 300°) Fr für Westeuropa
02.00-02.30 Uhr 9795 kHz (Rampisham 500 kW / 300°) Sa für Nordamerika
12.30-13.00 Uhr 17745 kHz (Rampisham 500 kW / 62°) Sa für Ozeanien
(Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Zaire (aus Südafrika): Radio Okapi hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan in Französisch und Lingala:
04.00-06.00 Uhr 11690 kHz (Meyerton 500 kW, 342°)
Radio Okapi ist ein Gemeinschaftsprojekt von UNO und der Schweizer Nichtregierungsorganisation Hirondelle. Die Kurzwellensendungen wurden erstmals im Februar beobachtet. (Wg. Büschel 9., 12.3., Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Zentralafrikanische Republik (aus Frankreich): Auch nach den Wahlen sendet Radio Centreafrique aus dem Ausland für das eigene Land. Für den Sommer 2005 ist folgender Sendeplan aus Issoudun angemeldet:
17.00-22.58 (MESZ 19.00) Uhr 9590 kHz (500 kW, 156°) für Zentralafrika
(Observer 8.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)

Zentralafrikanische Republik (aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Vereinigten Königreich): Radio Ndeke Luka hat im Sommer 2005 folgenden Sendeplan:
17.30-19.30 (MESZ 19.30) Uhr 11760 kHz (Al Dhabbaya 250 kW, 245°) in Französisch und Sango
18.30-19.30 (MESZ 20.30) Uhr 15470 kHz (Woofferton 300 kW, 152°)
(Observer 1.4.2005 via Wg. Büschel BCDX)


UKW

Côte d'Ivoire: ONUCI FM hat am 5. April 2005 einen Sender in Korhogo im Norden des Landes in Betrieb genommen. Das 24-Stunden-Programm der UNO-Friedensmission ist auf UKW 95,3 MHz zu hören und soll durch unabhängige Nachrichten und Informationen zum Friedensprozess beitragen. Bisher wird in Französisch gesendet, aber afrikanische Sprachen sollen ebenfalls berücksichtigt werden. ONUCI FM hat 30 Mitarbeitende und dazu ein gutes Dutzend Korrespondenten in verschiedenen Städten von Côte d'Ivoire. Der Radiosender wurde durch die Resolution 1528 des UN-Sicherheitsrats geschaffen und nahm nach vielem Hin und Her am 13. August 2004 den Betrieb in der Hauptstadt Abidjan auf. Derzeit versucht man den Einzugsbereich durch weitere UKW-Sender auszuweiten. (UN Mission in Côte d'Ivoire 6.4.2005)

Irland: Die Broadcasting Commission of Ireland (BCI) hat in Anzeigen am 8. April 2005 mögliche Interessenten für Senderechte zur Meldung aufgefordert. Im Februar hatte die BCI eine neue Runde von Ausschreibungen beschlossen. Interessenten haben nun bis zum 25. Mai 2005 Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Die Interessensbekundungen sollen der Aufsichtsbehörde helfen, einen weiteren Ausschreibungsplan zu erstellen, der in den nächsten drei bis fünf Jahren abgearbeitet werden soll. (Radio Netherlands Media Network 8.4., Radio Newsletter 14.4.2005)

Neuseeland: Die 21 lokalen Maori-Sender sollten durch ein landesweites Programm ersetzt werden. Dies sagte Wira Gardiner vor einem Komitee, das sich mit Fragen der indigenen Minderheit Neuseelands beschäftigt. Der Vorsitzende der staatlichen Te Mangai Paho (TMP), die die Stationen finanzieren soll, beklagt die schlechte Ausstattung der lokalen Sender. Einige arbeiten auf Mittelwelle, die meisten aber auf UKW. (Radio Netherlands Media Network 31.3.2005)

Rumänien: Die British Broadcasting Corporation ist ab sofort auf einer eigenen UKW-Frequenz in Bukarest zu hören. Dies gab der Leiter des rumänischen Dienstes der BBC, Razvan Scortea, am 12. April in einer Pressekonferenz bekannt. (www.bbc.co.uk/romanian/news/story/2005/04/050413_newfrequencies.shtml) Die BBC ist rund um die Uhr auf 88,0 MHz in Rumänisch und Englisch zu hören. Rumänisch kommt 07.00-08.00, 14.00-14.30, 19.00-20.00 und 21.00-22.00 Uhr Ortszeit. Außerdem gibt es 14.30-15.30 und 22.00-23.00 Uhr Klassiksendungen mit rumänischer Ansage der Titel. Ansonsten wird der englische BBC World Service ausgestrahlt. Mit dem Sendebeginn sollen auch einige Programmänderungen einhergehen. So will man die Sendungen noch näher an das Publikum heranbringen, indem man regelmäßige interaktive Programme einführt.
Die BBC sendet seit 65 Jahren für Rumänien. Zwei Wochen nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte die BBC am 15. September 1939 die ersten Sendungen in Rumänisch. Anfangs handelte es sich nur um eine Viertelstunde Nachrichten. Nach dem Ende der kommunistischen Regime eröffnete die BBC in den Jahren nach 1989 Niederlassungen in Bukarest und Chisinau. Zugleich wurden Programmübernahmen durch Inlandssender möglich. Nach Angaben einer Liste auf der Homepage wird der rumänische Dienst von mittlerweile 100 UKW-Stationen in Rumänien, Moldowa und Serbien-Montenegro genutzt.
Trotzdem ist die BBC nach wie vor auch auf Kurzwelle zu hören:
06.00-06.15 (MESZ 08.00) Uhr 9875 kHz
12.00-12.30 (MESZ 14.00) Uhr 11680 kHz
16.00-16.30 (MESZ 18.00) Uhr 9555 kHz
19.00-19.30 (MESZ 21.00) Uhr 6050 kHz.
In den Jahren 2003/04 wurde die Niederlassung in Bukarest zur Zentrale gemacht. In Bukarest sind 30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den rumänischen Sprachdienst tätig, in London nur noch 11. Dazu kommen die Korrespondenten. Nach Angaben der BBC hat der rumänische Dienst um die 1,4 Mio. Hörer und Hörerinnen. Der BBC World Service ist mittlerweile in 140 Hauptstädten vertreten. (Dr. Hj. Biener).

Slowakei: Seit dem 9. April 2005 ist RTI Radio Tatras International als neues paneuropäisches Programm auf Sendung. RTI soll ein Publikum über 25 Jahren ansprechen, das am Leben interessiert geblieben ist. Medienguru Eric Wiltshire, der schon einmal mit Merlin Network One ein pan-europäisches Kurzwellenprogramm aufbauen wollte, ist nach wie vor davon überzeugt, dass man Hörer wieder zum gezielten Einschalten bewegen kann. Die Orientierung an Einschaltquoten von Begleitprogrammen hält er für einen Irrtum. Wie könne ein Werbekunde denn glauben, das seine Werbung rüberkommt, wenn der Hörer gar nicht am Programm, sondern an der Musikberieselunginteressiert sei.
Die Programme werden aus verschiedenen Quellen im RTI Master Control Centre zusammengeführt und dann über InformationTV London ins Internet www.rti.fm (Windows Media Player) und auf den Satelliten Eurobird 28° Ost (11.623H 27500 2/3) gegeben. Nach den Vorstellungen von Eric Wiltsher und seinen Geschäftspartner Jan Telensky (AquaCity in Poprad) soll RTI das Mantelprogramm eines europäischen Netzes von Stationen werden. Angeschlossen sind als terrestrische Partner folgende Stationen in Osteuropa:
- Radio 1350 AM für Nordosteuropa
- 945 AM Riga (zeitweise eigene Programme)
- Radio Tatry Poprad 94.2 FM in der südlichen Slowakei (tagsüber eigene Programme)
Möglicherweise wird man ab Herbst in DRM auf Kurzwelle senden. Damit erreiche man dann Europa in FM Mono-Qualität. (Dr. Hj. Biener)

Sri Lanka: Seit dem 21. März 2005 sendet Sayura FM für einen 20-km-Umkreis im Distrikt Hambantota, der zu den am schwersten betroffenen Gebieten des Tsunami vom 22. Dezember 2004 gehört. Der Sender und 5000 Radioempfänger wurden von der japanischen Nichtregierungsorganisation, BHN Association, zur Verfügung gestellt. (UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs via Radio Netherlands Media Network 3.4.2005)

Türkei: Ausländische Investoren dürfen künftig in landesweite türkische Radio- und Fernsehsender investieren und sie soger mehrheitlich besitzen. Dies sieht ein Gesetz vor, die das türkische Parlament am 15. März 2005 beschlossen hat. Noch im Februar 2005 hatte Vize-Premier Abdullatif Sener von möglichen Obergrenzen pro Sender gesprochen. Solche sieht das Gesetz so nicht mehr vor. Allerdings darf ein Investor bei höchstens einem Viertel aller nationalen Fernseh- und Radiosender eine Mehrheit haben. Fernsehsender wie Star TV, Kral TV und Cine-5, aber auch eine ganze Reihe von Radiosendern stehen schon auf Verkaufslisten. Nicht investiert werden darf in regionale oder lokale Sender. (Radio Netherlands Media Network 16.3.2005)

Vereinigtes Königreich: Die am 7. Oktober 2004 ausgeschriebene Lokalfunklizenz für Durham geht an Durham FM Ltd (Brian Lister, 37-39 West End , Sedgefield, County Durham TS21 2BW, mail@durhamfm.net). Dies gab die Regulierungsbehörde im April bekannt. Insgesamt drei Kandidaten hatten sich bis zum 6. Januar für das zwölfjährige Senderecht beworben. Durham FM ist eine 100-prozentige Tochter der Local Radio Company. Das Hörerpotential von Durham und Umgebung umfasst etwa 160000 Erwachsene über 15 Jahre. Das Programm soll sich vor allem an die Altersgruppe 25-54 wenden. Die genauen technischen Details wie Senderstandort und -frequenz müssen noch abgestimmt werden, aber Durham FM hat insgesamt zwei Jahre Zeit zum Sendestart. (www.ofcom.org.uk/media/news/2005/04/nr_a20050407) Richard Wheatly, Chief Executive der The Local Radio Company plc, sieht in dem zweiten erfolgreichen Lizenzantrag für den relativ jungen Anbieter einen großen Erfolg. Weitere TLRC-Stationen in der Region sind Sun FM in Sunderland und Alpha FM in Darlington. Die Sendergruppe soll durch weitere Lizenzgesuche und Zukäufe "organisch" wachsen. (Radio Newsletter 14.4.2005)

Vereinigtes Königreich (Cumbria): Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat im April 2005 ein kleineres Senderecht in Barrow-in-Furness und Umgebung ausgeschrieben. Insgesamt geht es um ein Hörerpotential von 65.000 Erwachsenen über 15 Jahren. Die genauen Details wie Senderstandort und Frequenz (max 500 Watt) müssen noch abgeklärt werden. Interessenten für das zwölfjährige Senderecht haben jetzt bis zum 7. Juli 2005 Zeit, um ihre Unterlagen einzureichen. Barrow Local Radio (http://www.barrowlocalradio.com/) beispielsweise hat schon dreimal mit befristeten Senderechten für die Region gesendet. (Dr. Hj. Biener)

Vereinigtes Königreich (Liverpool): Mit sechs Außenaktionen pro Woche will sich 107.6 Juice FM noch stärker als Sender aus Liverpool für Liverpool positionieren. Wie Clive Dickens erläutert, will die Absolute Radio Group damit einem Imageproblem entgegenwirken: "Nachdem Absolute Radio Juice FM gekauft hatte, haben wir festgestellt, dass die Station nicht als Liverpooler Sender wahrgenommen wird. Da kann etwas nicht in Ordnung sein, wo die Station doch schon seit fünf Jahren sendet. Also müssen wir raus auf die Straße." (Radio Newsletter 14.4.2005)

Vereinigtes Königreich (London): Am 7. Juni 2005 soll das bisherige 102.2 Jazz FM als Smooth FM neugestartet werden. Wie die Guardian Media Group feststellen musste, hatte sich der Name Jazz FM als dauerhaftes Hindernis bei der Hörerwerbung erwiesen. Schon zehn Tage vor dem Neustart wird das Jazz-FM-Format aufgegeben. Bis zum 7. Juni will man mit einem Musikteppich die Hörerschaft auf die neue Musikfarbe vorbereiten. Der Sendestart des Smooth FM-Formats soll mit einer 1,5 Mio.-GBP-Werbekampagne begleitet werden. Der Neustart ist das erste große Projekt von Helen Dickinson als neuer Group Marketing Manager für die Radiostationen der Guardian Media Group. Bisher betreute sie seit ihrem Sendestart die GMG-Radiomarke "Real". (Radio Newsletter 7., 14.4.2005)

Vereinigtes Königreich (Oxfordshire): Die Handelskammer des Thames Valley unterstützt Oxford Local Radio Ltd beim Versuch, eine weitere Lokalfunkfrequenz für die Region ausschreiben zu lassen. Oxford Local Radio, das im November 2004 ein befristetes Senderecht hatte und seit wenigen Wochen von Laser Broadcasting mitgetragen wird, will die Generationen über 30 ansprechen. Nach Umfragen hatten in den vier Wochen 16,1 Prozent der 35-54-Jährigen die Station gehört und das Programm insgesamt für gut befunden. Oxford Local Radio will im Herbst ein weiteres befristetes Senderecht wahrnehmen. (Radio Newsletter 18.2., 7.4.2005)

Vereinigtes Königreich: Mit dem Umzug vom Epic House ins neue Funkhaus St Nicholas Place startete BBC Radio Leicester 104,9 am 11. April 2005 sein Werktagsprogramm neu. Unter anderem kehrt Tony Wadsworth zu der Station zurück, bei der er vor mehr als 20 Jahren seine Radiokarriere begann. Er und seine Frau Julie Mayer waren zuletzt bei BBC WM in den West Midlands tätig. Damit ergibt sich folgender Sendetag: 06.00 - 09.00 Uhr Ben Jackson, 09.00-11.00 Uhr Tony Wadsworth, 11.00-12.00 Uhr Tony Wadsworth und Julie Mayer, 12.00-14.00 Uhr Julie Mayer, 14.00-16.00 Uhr John Florance, 16.00-19.00 Uhr Martin Ballard.
BBC Radio Leicester begann am 8. November 1967 auf 95,05 MHz und war eine der ersten BBC-Lokalstationen. Zuerst hatte man kaum vier Stunden Sendezeit, doch zwei Jahre später wurde das Lokalradio ausgebaut. 1974 bekam BBC Radio Leicester die Mittelwelle 837 kHz. In diesem Jahr begann man mit den ersten Sendungen für Einwanderer aus Asien. Hieraus entwickelte sich das BBC Asian Network, das 1996 als 24-Stunden-Programm gestartet wurde und Ende Mai ebenfalls in St Nicholas Place einzieht. Insgesamt beherbergt das Funkhaus neben sieben Radiostudios die Internetredaktion für Leicestershire und die Fernsehredaktion für East Midlands Today. (Dr. Hj. Biener)


Adaption fürs WWW: Georg Einfalt